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Höhle von Altamira im Detail

Die Höhle von Altamira in Kantabrien gehört zu den wichtigsten Felsbildstätten der Welt und war die erste paläolithisch erkannte bemalte Höhle. Die polychromen Bisons an der Decke werden auf ca. 14.500–19.500 BP datiert. Heute wird die Replik "Neocueva" am Museum besucht.

Entdeckung und Kontroverse

Die Höhle wurde 1868 von einem Jäger gefunden, die Bilder aber erst 1879 von Maria Sanz de Sautuola, der 9-jährigen Tochter des Amateurarchäologen Marcelino, an der Decke erkannt. Sein Aufsatz von 1880 wurde von der internationalen Fachwelt als Fälschung abgelehnt, bis weitere bemalte Höhlen entdeckt wurden. Sanz de Sautuola starb 1888 noch diskreditiert.

Die Bilder

Polychrome Bisons bedecken eine niedrige Decke am Höhlenende. Die Künstler nutzten die Felsmodellierung für dreidimensionale Wirkung. Pigmente: Roter Ocker, Holzkohle, Gelbocker. Auch Pferde, Hirsche, Handabdrücke.

Konservierungskrise

1917 für Tourismus geöffnet, in den 1960ern durch CO₂ stark geschädigt. 1977 stark eingeschränkt, 2002–2014 ganz geschlossen. Seit 2014 nur sehr begrenzte Forschungsbesuche.

Die Replik

Neocueva ("Neue Höhle") öffnete 2001. Reproduziert die bemalte Kammer und den Zugang im Maßstab 1:1, im Museum direkt neben der Originalhöhle.

Praktisches

Museum bei Santillana del Mar, 30 km westlich von Santander. Dienstag–Sonntag geöffnet. Führungen mit Felsbildkontext zur gesamten kantabrischen Eiszeitkunst.

Auf der Karte erkunden

Altamira auf der interaktiven Karte.